Von Fernweh und Heimweh

Wann ist Fernweh eigentlich Fernweh? Und ist es irgendwie verwandt mit Heimweh? Hat man Fernweh nur nach Orten, an denen man noch nie war? Und muss man für Heimweh bereits eine bestimmte Zeit irgendwo gelebt haben? Und wenn ja, wie lange?

Fernweh, so belehrt mich der Duden, Substantiv, Neutrum: Sehnsucht nach der Ferne, nach fernen Ländern.
Das hilft mir nun auch nicht weiter, um die Frage zu beantworten. Wann ist Ferne fern genug, um Fernweh hervorzurufen?
Ich google weiter und finde bei der Google-Bildersuche zahlreiche Bilder mit der Aufschrift: Fernweh, noun, german: A crave for travel. Being homesick for a place you’ve never been.

fernweh

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„O Täler weit, o Höhen“ – Mein Lieblingswald

O Täler weit, o Höhen,
O schöner, grüner Wald,
Du meiner Lust und Wehen
Andächt’ger Aufenthalt!
Da draußen, stets betrogen,
Saust die geschäft’ge Welt,
Schlag noch einmal die Bogen
Um mich, du grünes Zelt!

(Abschied vom Walde) 

WienerWald

Der Wiener Wald im frühen Herbst

Als Sabine von Ferngeweht für ihre Blogparade nach unserem Lieblingswald fragte, musste ich sofort an dieses Lied denken. Und wenn es einen Wald gibt, der mir bei diesen Zeilen in den Sinn kommt, dann ist es eindeutig der Wiener Wald. 

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Warum ich bis jetzt noch nichts über Kuba erzählt habe

Seit knapp einem Monat bin ich aus Kuba zurück und außer einer Handvoll Fotos auf Facebook und einem kurzen Überblick habe ich noch nichts zu Kuba gepostet.
Ich gestehe: Das hatte ich mir eigentlich auch anders vorgestellt.

Aber im Moment habe ich wenig Lust, über Kuba zu erzählen. Selbst wenn Freunde mich ansprechen, wie es denn war, muss ich mich etwas zwingen, um von meiner Reise zu berichten.

Warum? Das hat mehrere Gründe. Ein Bericht über meine zwiespältigen Eindrücke von einem schönen, schrecklichen Land.

Kuba - Havanna

Straßenzug in Havanna mit Blick auf das Capitol

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Von Landeiern und Stadtkindern: Auswertung der Blogparade

Ich bin völlig baff, wie viele Blogger an meiner Blogparade teilgenommen haben. Dass das Thema die Menschen bewegt habe ich ja schon bei den Reaktionen auf meinen „Stadtlust, Landfrust„-Artikel gemerkt. Dass aber tatsächlich 37 Blogger Artikel zu dem Thema schreiben und bei mir einreichen, das hat mich doch überrascht.

Die Beitrage waren bunt gemischt und vielfältig.
Anfangs dachte ich ja, dass ich bei der Auswertung einfach die Artikel der Landmenschen und die Artikel der Stadtmenschen jeweils zusammenfasse.
Aber so einfach ist das gar nicht, denn der überwiegende Teil der Teilnehmer hat auf dem Land wie in der Stadt gelebt, kennt und schätzt die jeweiligen Vorzüge und versucht, sie zu verbinden. Die „eierlegende Wollmilchsau“, wie es Sassi von Kopfkirmez nannte, wird gesucht – und nicht selten auch gefunden. Immer wieder anders.
Aber wie sortiert man diese Leute nun ein? Einfach nur Stadtmenschen hier und Landmenschen dort ist doch zu einfach. Was ist denn mit den überzeugten Kleinstädtern? Was ist mit denen, die zwar in der Stadt leben, dort aber einen ländlich geprägten Vorort bevorzugen? Was ist mit denen, die auf dem Land leben, aber niemals die direkte Anbindung an die Großstadt aufgeben würden? Wie gesagt… das Thema ist doch um einiges komplexer, als man anfangs denken könnte.

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„Gruppenreisen gehen gar nicht!“ – Warum Gruppenreisen besser sind als ihr Ruf.

Unter selbsterklärten „Reisenden“ (im Gegensatz zu Touristen!) im Allgemeinen und denen, die im Internet darüber berichten, im Besonderen sind Gruppenreisen etwas verpönt. Man reist doch – bitteschön! – individuell! Und natürlich sollte man am besten auch alleine reisen WOLLEN. Das ließe einem – so die Theorie – die absolute, ultimative Freiheit, um möglichst spontan ein Land abseits der ausgetretenen Pfade zu erkunden. Alles andere wird ein bisschen scheel angesehen – so kam es mir zumindest mitunter vor.

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