Rauhnächte und Dreikönigstag: Traditionen rund um die Zeit zwischen den Jahren

Die Rauhnächte sind die 12 Nächte zwischen Weihnachten und dem Dreikönigstag am 6. Januar. Sie gehörten schon immer zu meinen liebsten Zeiten im Jahr. Der Stress der Weihnachtsvorbereitung lässt nach, die eigentliche Weihnachtszeit bricht an. Häufig kehrt man – zumindest für einige Tage – nach Hause zurück und trifft die Familie und alte Freunde wieder.

Sie ist gefüllt mit gemütlichem Herumlungern im trauten Kreise, viel Essen und hoffentlich doch einiger Harmonie.
Was heute oft nicht mehr jedem so bewusst ist: Diese knapp zwei Wochen sind seit jeher symbolisch aufgeladen. Allein die heute noch geläufige Bezeichnung „zwischen den Jahren“ macht dies deutlich. Das alte Jahr ist noch nicht ganz zu Ende, das neue hat noch nicht wirklich begonnen. Noch geht nicht alles seinen normalen Gang. Und auch gerade das Ende der Rauhnächte ist mit einigen Traditionen verknüpft.

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Fronleichnam in Bamberg 2016

Erst kürzlich habe ich über die Fronleichnamsprozession in Bamberg berichtet und ich war freudig überrascht, als ich sah, auf wieviel Interesse der Artikel stieß.
Dieses Jahr bescherten uns St. Petrus, die Wettergötter bzw. ein Hochdruckgebiet ein Bilderbuchwetter. Deshalb dachte ich, ich sollte noch ein paar Fotos der diesjährigen Prozession teilen.

Leider war die Schmerzhafte Muttergottes von St. Martin dieses Mal nicht dabei, da die Martinskirche renoviert wird und die Marienstatue damit „eingesperrt“ war. Das tat der Feierlichkeit der Prozession keinen Abbruch und nachdem ich jetzt einige Jahre nicht mehr dabei war, muss ich feststellen: Sie wird irgendwie immer länger und größer.

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Fronleichnam in Bamberg

Daß Kunstkenner und Pilger aus Deutschland in großen Scharen zu Ostern nach Sevilla gehen und nach Sizilien, nicht aber in dem gleichen Maße zu Fronleichnam nach Bamberg, ist [den Bambergern] unbegreiflich. In der großen Prozession werden alljährlich die Schätze der Stadt mitgetragen, soweit sie noch vorhanden sind: die Heiligen aus den Kirchen und Kapellen, die gewundenen kunstvollen Stäbe der Zünfte aus dem Diözesan-Museum, das mächtige Domkreuz, von mehr als zwanzig Männern auf den Schultern getragen.
Kaum ist das Glockengeläut verklungen, sitzen die Männer und Frauen bereits bei Bier und Bratwürsten oder beim Wein in den Kneipen, manchmal noch ihren Lokalheiligen vor der Tür.

So beschrieb Die Zeit 1973 die Bamberger Fronleichnamsprozession. Und genau genommen hat sich bis heute fast nichts geändert. Nur, dass inzwischen regelmäßig mehrere Tausend Gläubige und Schaulustige zusammenkommen und die Straßen säumen, durch die die Prozession sich langsam bewegt. (Mehr Bilder gibt es hier.)

Fronleichnam in Bamberg

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