„Gypsys, Tramps and Thieves“? – The Romani people

Gypsy_Woman by Nikolai Yaroshenko

Nikolai Yaroshenkos „Zigneunerin“ zeigt uns das bekannte Klischee der bettelnden, verführerisch-exotischen Schönheit

„Zigeuner“, so nennt man sie für gewöhnlich – und auch wenn man weiß, dass das Wort heute verpönt ist, so sind damit doch viele Bilder verknüpft: Wohnwagenkolonien, Musik  und verführerische Frauen, die ums Feuer tanzen und ihre schwarzen langen Locken hin und her werfen. Na, habt ihr auch schon Carmen oder Esmeralda im Kopf?

Das ist eines der populären Bilder von Romani*) – ein anderes kennen wir gerade als Reisende aus eigener Anschauung: armselige, zerlumpte Bettler, die entweder den ganzen Tag flehentlich kniend um Geld bitten oder durchaus schon einmal aggressiv werden können, wenn man es ihnen nicht gibt. Und obendrein muss man sich natürlich vor  Taschendieben unter ihnen in Acht nehmen.

Aber wer sind sie denn nun wirklich, diese Romani*)? Sie gehören zu der Volksgruppe, der gegenüber ich sehr lange selbst sehr starke Vorbehalte hatte, denn wann immer sie für mich als Romani*) erkennbar waren, fielen sie mir negativ auf. Es gab einfach keinen einzigen Fall, in dem Roma oder Sinti positiv als solche aufgefallen und erkennbar gewesen wären. Warum war das so?
Ich wollte diese Vorurteile angehen und kam so mit Martina in Kontakt, einer in Slowenien lebenden Italienerin, deren Forschungsschwerpunkt die vielfältigen Diskriminierungen sind, mit denen Roma täglich konfrontiert werden und die sich schon seit Jahren für die soziale Integration dieser Minderheit einsetzt.
Ich bat sie, einen Artikel über die Romani*) für unser Blogprojekt „Blogger gegen Rassismus“ zu schreiben – was sie mit Freuden getan hat. Ein weiterer Beitrag zu Roma Museen, Restaurants und B&Bs soll folgen.

*) Martina verwendet das Wort Romani für die Ethnie, während das Wort im Deutschen eher für die Sprache gebräuchlich ist. Ich habe hier das von Martina verwendete Wort gebraucht, da es im Deutschen lediglich Bezeichnungen wie „Sinti und Roma“ etc. gibt (die andere Gruppen wohl wiederum außen vor lassen), während Sammelbezeichnungen wie „Zigeuner“ oder „Fahrendes Volk“ als abwertend oder pauschalisierend empfunden werden – und leider existiert auch kein deutsches Adjektiv. Falls ihr die korrekte deutsche Entsprechung zu Romani kennt, lasst es mich bitte wissen.

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Einblicke #8: Nachgefragt bei Raziye aus dem Iran

RaziyeRaziye ist 25 und studiert in der iranischen Hauptstadt Teheran Illustration. Derzeit arbeitet sie an ihrem Master, hat allerdings bereits einen BA in Englischer Literatur.
Ihre Heimatstadt ist nicht Teheran, sondern Esfahan, eine – wie sie betont – historische und wunderschöne Stadt. In ihrer Kindheit ist sie im Süden des Landes aufgewachsen.

Wollt ihr mehr über sie und ihr Leben als junge Frau im Iran erfahren? Dann lest das Interview, in dem sie sehr offene Antworten gibt.

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Einblicke #7: Nachgefragt bei Giovanna aus Italien

GiovannaGiovanna lebt in der italienischen Hauptstadt. Ursprünglich stammt sie aus einer Kleinstadt in Süditalien, zog aber bereits vor zehn Jahren nach Rom.

Neben ihrer regulären Arbeit in einem Unternehmen hat sie einen zweiten Job als Sexual Wellness Consultant (ich habe wirklich keine Ahnung, wie man das vernünftig übersetzen könnte, deshalb belasse ich hier den englischen Ausdruck). Was sie dabei tut ist leicht erklärt: Sie organisiert Treffen mit Gruppen, um über Themen wie Sexualität, Intimität, Gesundheit etc. zu sprechen. Damit zusammen hängt ihr Eintreten für Frauen- und LGBT-Rechte.

Kommt mit in (wie ihr wisst) eines meiner Lieblingsländer und lest euch durch, was Giovanna zu sagen hat 🙂

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Einblicke #6: Nachgefragt bei Rona von den Philippinen

Rona-PortraitRona lebt in Pembo, Makati City auf den Philippinen, wo sie ihr ganzes Leben verbracht hat. Obwohl sie – wie sie sagt – gerne mal ein einem anderen Land leben würde, Japan zum Beispiel.

Sie arbeitet als Redaktionsassistentin bei Barnes and Noble und als Freelancer für diverse Webseiten.
Sie redet sehr offen über das, was sie in ihrem Land mag oder nicht mag. Seid also gespannt auf ihre Antworten über das Leben auf den Philippinen.

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Einblicke #5: Nachgefragt bei Stanislava aus Tschechien

Ich habe noch nicht viel dazu geschrieben (seltsamerweise), aber ich bin nicht nur großer Italien- sondern auch Tschechien-Fan. Als ich Stanislavas Antworten gelesen habe, hatte ich sofort wieder Lust, unser schönes Nachbarland zu besuchen, das gute Bier zu trinken und svíčková zu essen.

Stanislava weiß, Stanislavawie schön ihr Land und wie gut das tschechische Bier ist. Dass sie ihre Heimat mag, ist spürbar und sie macht einem wirklich Lust auf einen Besuch!

Sie lebte zudem bereits in England und arbeitet als Englischlehrerin für Kinder und Erwachsene. Es macht ihr Freude, die Fortschritte ihrer Schüler zu sehen, sagt sie. Deshalb liebt sie ihre Arbeit. 
Außerdem besitzt sie einen Hunde Salon und genießt die Gespräche, die sie mit den Tierhaltern führt, während diese auf ihre Tiere warten. Für beide – für sie genauso wie für die Kunden – sei das ein bisschen wie eine Therapie. 

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