Fotografie minimalistisch

„Magischer Minimalismus“ lautet das Motto für den August bei Paleica.

“ Jedenfalls bedeutet es, dass das Bild wenig Motiv und viel Fläche hat, dass das Motiv reduziert ist, vielleicht nur ein Ausschnitt vorhanden. Dass ein Motiv auf Geometrie und Form reduziert wird, ohne in seiner Gesamtheit erkennbar zu sein. Es beschreibt für mich Motive, die irgendwie eigentlich gar keine sind.“, so ihre Spezifizierung des Themas.

Man glaubt es kaum, aber ab und an habe ich mich daran schon versucht – und hier sind die Ergebnisse:

Fangen wir mal an mit den Bildern, die „wenig Motiv und viel Fläche“ haben:

Das erste Bild, das mir dazu einfiel, war die Terasse der Villa Lysis auf Capri. Von dort gab es eigentlich nichts zu sehen – nur das herrliche Blau von Meer und Himmel, die am Horizont eineinander verschwimmen. Und genau das wollte ich festhalten. Die Weite des Ausblicks von dieser Terasse.

Capri: Villa Lysis

Ähnlich war es bei diesem Bild, das ich an unserem faulen Tag in Grandcamp-Maisy während unserer Normandie-Radtour gemacht habe. Wir lagen den ganzen Tag in der Sonne und schauten aufs Meer, beobachteten die Kutter und das Kommen und Gehen von Ebbe und Flut. Dieses Bild passt einfach zur Stimmung dieses Tages:

Am Strand in Grandcamp-Maisy

Ein weiteres Bild, das mir ebenfalls gleich in den Sinn kam, war diese Aufnahme der Burg von Cesky Krumlov. Eigentlich zeigt es eher den bilderbuchblauen Himmel über der Stadt als die Burg selbst:

cesky krumlov Burg

Ein weiteres Beispiel für „viel Fläche“ stammt aus Positano, wo das eigentliche Motiv das Glitzern der Sonne auf dem Wasser sein sollte:

Das Meer bei Positano

Weiter geht es mit den „reduzierten Motiven“, von denen nur ein Ausschnitt vorhanden ist:

Beide Bilder stammen von einem Fotospaziergang in Bamberg und ich denke, dass es selbst eingefleischten Bambergern kaum möglich sein wird, zu sagen, wo sie aufgenommen wurden (zumindest beim ersten, beim zweiten könnte man möglicherweise drauf kommen):

Am Leinritt

Das folgende Bild ist nicht nur ein Ausschnitt, sondern auch eine Reduzierung des Motivs auf Form und Geometrie.

Am Leinritt

ähnlich wie dieses Bild aus Augsburg:

Augsburg - Detail

bei diesem hier ging es um das geometrische Zusammenspiel des Giebels mit den davor verlaufenden Straßenbahndrähten, die mich sonst in Augsburg eher beim fotografieren gestört haben. Hier passten sie aber irgendwie dazu:

Augsburg - Detail

Und zum Abschluss noch einmal ein Detail aus Augsburg – mit einem besonderen Fokus auf das Spiel der Farben:

Augsburg - Detail

Wenn ich weiter so krame, finde ich sicher noch viele Bilder – wenn es um den Ausschnitt und die Reduzierung auf die Geometrie geht, dann gehören ja sogar irgendwie meine Usbekistan-Details dazu. Bei so viel Pracht weigere ich mich aber, von Minimalismus zu sprechen 😉 Und deshalb belasse ich es jetzt einmal bei dieser Auswahl.

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6 Gedanken zu “Fotografie minimalistisch

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