Wiener Momente #13: Mehr als Riesenrad

Ich sage von mir selbst, ich sei die langweiligste Person, mit der man einen Jahrmarkt oder Freizeitpark besuchen kann. Ich besteige nämlich kein einziges Fahrgeschäft.

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Ach, als Kind habe ich das alles durchprobiert: Achterbahnen und alles, worin man sich zigfach um die eigene Achse dreht. Und ebenso Geisterbahnen, in denen ich mir aber dann regelmäßig die Ohren zugehalten und die Augen fest zugekniffen habe, weil ich – schreckhaft wie ich war – jedes Mal vor Schreck fast umfiel, wenn wieder plötzlich ein Monster auftauchte.

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Die Familienbesuche in Freizeitparks endeten für gewöhnlich mit einer käseweißen kleinen Ilona, der einfach nur noch speiübel war. Trotzdem habe ich es jahrelang eisern immer wieder probiert. Zum einen machte es ja Spaß und zum anderen waren irgendwie alle der festen Überzeugung, dass „sich das auswächst“.
Das konnte ich leider nicht beobachten, im Gegenteil: je älter ich wurde, desto schlimmer wurde es. Und obendrein scheinen die Fahrgeschäfte immer waghalsiger zu werden.
Alles in allem fühle ich mich heute beim Zusehen so, wie früher beim Fahren. Nur dass mir immerhin nicht mehr übel ist.

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Deshalb ging ich auch in den Wiener Prater nur zum Schauen. Das einzige Fahrgeschäft, das ich dort fahren konnte, war das weltberühmte Riesenrad, aber das  war sogar mir zu langweilig (von überteuert will ich gar nicht erst reden).

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Tatsächlich gibt es im Prater gar viel zu Schauen, weit mehr als nur das Riesenrad, das es irgendwie geschafft hat, in dieser schönen, an Sehenswürdigkeiten reichen Stadt zum Wahrzeichen zu avancieren. Wusstet ihr beispielsweise, dass die erste typische Geisterbahn 1933 im Wiener Prater eröffnet wurden? Und dass auch die Vorgänger der heutigen Geisterbahnen, die Grottenbahnen, erstmals dort zu besuchen waren?

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4 Gedanken zu “Wiener Momente #13: Mehr als Riesenrad

  1. 😉 das kenne ich. Wobei, früher fand ich das alles toll, konnte es gar nicht wild genug haben, während meine Mutter mit grünem Gesicht daneben stand. Heute …. verstehe ich sie ;D
    Zum Glück gibt es an solchen Orten ja auch viel zu gucken. Schön.

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  2. Ich hab nach einigen Versuchen aufgegeben, was mein Mann sehr schade fand. Aber ich finde, ich brauche den Nervenkitzel nicht mehr. Trotzdem würde ich mir in Wien denprater shcon angucken, wenn ich mla hin komme.
    Liebe Grüße
    Ulrike

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  3. Ich würde ja gerne, kann aber nicht mehr. Mir wird überall schlecht, selbst in der Schiffschaukel 😉 Allerdings bin ich der Meinung, dass man den Prater nicht unbedingt gesehen haben muss. Ich war nur tagsüber, aber das war eher eine traurige Veranstaltung. Nachts auf Deinen Bildern sieht es interessanter aus.

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