Zweimal elf Fragen und allerhand Plaudereien aus dem Nähkästchen

Eigentlich, ja, eigentlich wollte ich ja so schnell nicht mehr beim Liebster-Award mitmachen, da ich ja bereits zwei Mal daran teilgenommen hatte. Aber nachdem ich in diesem Sommer nun doch wieder nominiert wurde, habe ich mich breitschlagen lassen.

V.a. nachdem ich eben erst die 200 Follower erreicht habe, dachte ich, es wäre doch eine schöne Gelegenheit, zur Feier der runden Zahl, mal wieder ein paar Fragen zu beantworten. Nominiert wird bei mir niemand, aber vielleicht interessiert den ein oder anderen ja, was ich so zu antworten haben.

Nominiert haben mich zum einen (bereits im Juni) die Bilderbummler Andy und Miri (und Skar vielleicht auch), die über Reisen mit Hund und ihre Roadtrips berichten und das mit tollen Bildern untermalen.

Und dann haben mich kürzlich die Jungs von 1THING TO DO nominiert, auf die ich erst vor Kurzem überhaupt gestoßen bin. Das heißt, eigentlich sind sie auf mich gestoßen – und ich somit auf sie, die bei ihren Artikeln versuchen, den einen besonderen Moment der jeweiligen Reise festzuhalten. Das krieg ich bekanntlich nicht hin – ich habe da viel zu viele Eindrücke im Kopf – und das merkt man sicher auch an der Beantwortung meiner Fragen.

Hier also die zwei Mal elf Fragen…

11 Fragen der Bilderbummler:

1.Wie reist du am liebsten?

Ach, das kann ich nicht festlegen. Ich mag die Abwechslung. Fahrradreisen haben etwas ganz eigenes, es ist ein echtes Gefühl von Freiheit, kleines Gepäck immer dabei zu haben und die ganze Strecke aus eigener Kraft zu bewältigen. Ich möchte das auf jeden Fall auch einmal zu Fuß machen.
Aber immer ist das auch nichts –und auch nicht (zumindest für mich) in jedem Land. Ich mag genauso gerne Städtereisen oder Studienreisen, wo mir ein Profi genau alles über das Land erklärt. Ich lege mich da nicht fest. Wichtig ist auf jeden Fall immer, dass ich genug Freiheit habe und nicht mein ganzer Tag komplett verplant ist (und nein, auch bei Gruppenreisen ist das nicht der Fall!).

2.Was muss auf je­den Fall im­mer mit?

Meine Kamera. Ohne geht gar nichts.

3.Wer ist dein Lieblingsreisepartner?

Ich habe ja schon mal darüber geschrieben, dass nicht alle meiner liebsten Freunde auch die besten Reisepartner sind. Sabine gehört auf jeden Fall zu meinen Lieblingsreisepartnern, weil wir eine ähnliche Herangehensweise haben. Aber auch mit Marlene harmoniere ich im Urlaub wie auf Wanderungen sehr gut.

Volldeppenfoto mit Gipfelblick

4.Wie be­rei­test du dich auf deine Reisen vor– di­gi­tal oder mit Reiseführer?

Beides. Ich lese mich gerne mit Reiseführern ein, habe die auch immer dabei, da ich auch im Urlaub gerne noch darin schmökere. Aber natürlich nutze ich auch das Internet, gerade wenn es um öffentliche Verbindungen geht.

5.Welche drei Eigenschaften be­schrei­ben dich am besten?

Kommunikativ
Reiselustig
Vielfältig  (das war jetzt ein Trick, weil es so ziemlich alle meine widersprüchlichen Eigenschaften abdeckt 😉 )

6.Womit machst du deine Urlaubsfotos?

in MarokkoMeine erste eigene Kamera war eine Canon EOS 300, noch analog damals. Die habe ich mir mit 18 gekauft und dafür zum ersten Mal mein Konto geleert.
Ein paar Jahre später wurde daraus die digitale Variante Canon EOS 300D. Inzwischen habe ich die Canon EOS 600D.

7.Geld spielt keine Rolle: dein Urlaubsziel wo, wie und wie lange?

Mehrere Monate, teils zu Fuß, teils öffentlich durch Italien reisen von Nord nach Süd und wieder zurück.

8.Wieviele Tage im Jahr bist du auf Tour?

Sehr unterschiedlich. Das hängt u.a. davon ab, ob ich im entsprechenden Jahr umgezogen bin – dann ist meine Reiselust ein bisschen gedämpfter, weil eh so viele Veränderungen da sind, dass ich die Lust nach Neuem auch im Alltag befriedigen kann. Es hängt von Gelegenheiten und Geld ab. Die 30 Urlaubstage gehen auf jeden Fall drauf…

9.Dein ab­so­lu­ter Reise-Gänsehautmoment

Uiuiui… schwierig. Sehr schwierig. Der Mont St. Michel am Abend bzw. am frühen Morgen, so ganz ohne Touristen, war sicherlich einer dieser Momente. Die Stille dort ist unglaublich, wenn man quasi alleine dort unterwegs ist. Wie jeder Laut von der Weite des Watts geschluckt wird.
Ach, es gibt nicht DEN Gänsehautmoment, aber es gibt bei jeder Reise solche Momente: Der Sonnenaufgang über Marrakech etwa oder das Farbenspiel in der Wüste. Oder auf den Soldatenfriedhöfen der Normandie zu stehen ebenso. Ihr seht, die Normandiereise mit all ihren Gänsehautmomenten ist derzeit noch sehr frisch in meinem Gedächtnis…

Marrakech - Sonnenaufgang hinter dem Hohen Atlas und der Koutoubia

10. Wie sieht dein Reisejahr 2015 aus?

Nachdem ich es 2014 nicht nach Italien geschafft hatte, fahre ich dieses Jahr zwei Mal. Einmal war ich bereits: Am Lago di Como im März. Einmal kommt noch: Jetzt im Herbst geht’s an die Amalfiküste und an den Golf von Neapel.
Außerdem habe ich mir ja mit Sabine den großen Reisetraum erfüllt und bin mit dem Rad durch die Normandie gefahren 🙂

Mont St. Michel11.Achtung, Werbung! 😉 Warum es sich lohnt, dei­nem Blog zu folgen:

Ich würde sagen, weil ich mir größte Mühe gebe, ehrlich und authentisch zu sein. Ich kann diese „Das Leben ist immer schön und Reisen macht immer Spaß“-Einstellung nicht ausstehen. Manchmal ist es mühsam, manchmal geht alles schief, manchmal sind Hotel oder Essen grauenvoll – das ist nicht schlimm, das ist einfach so und gehört für mich dazu.
Ich will nichts erzählen, was ich nicht wirklich kenne. Was bringen Geheimtipps von jemandem, der gerade mal ein langes Wochenende an einem Ort verbracht hat? Wenn ich Tipps gebe, dann achte ich drauf, dass ich sie auch wirklich geben kann – etwa über Florenz oder Wien.
Meine Idee ist, dass ich meinem Leser Geschichten über meine Reisen geben will, auch mal ein paar Tipps, wenn ich sie wirklich ehrlich geben kann und dass ich ihm meine Bilder zeigen möchte. Er soll das Gefühl haben, ich hätte ihm bei einem Kaffee oder beim Bier von meinen Reisen erzählt und nicht einfach eine Auflistung von „Was man gemacht haben muss“ ausgeteilt. Ob mir das gelungen ist? Das müssen meine Leser beurteilen.

 

11 Fragen von 1THING TO DO:

1 THING TO DO: Wenn du aus allen Reiseerlebnissen eines aussuchen müsstest, das dir besonders in Erinnerung geblieben ist, welches wäre das?

Ach, das ist schwierig.
Ich schwanke zwischen zwei Erlebnissen: Das eine ist mein Aufenthalt in Florenz. Dort habe ich damals, gleich nach meinem Studium, einen Monat verbracht, um Italienisch zu lernen. Der ganze Aufenthalt war für mich immens wichtig und hat meinem Selbstbewusstsein einen ungeheuren Auftrieb gegeben. Unter anderem weil ich bis dahin immer glaubte, total sprachunbegabt zu sein und mich dieser Aufenthalt eines Besseren belehrte.

Das zweite Erlebnis, das in die engere Auswahl kommt, ist die Radtour zum Mont St. Michel, da sie die Erfüllung eines langen Traumes war. Und natürlich ist dieses Erlebnis noch sehr frisch, da ich die Tour ja erst diesen Sommer gemacht habe. 24 Tage mit dem Rad durch die Normandie reisen – das hatte schon was 🙂

Aber wenn ich mich jetzt entscheiden müsste, dann wäre es wohl eindeutig der Florenz-Aufenthalt. Denn der wirkt auch nach sechseinhalb Jahren noch stark spürbar nach.

florenz-Ansicht1 THING not TO DO: Auf welche Sehenswürdigkeit hättest du im Nachhinein gut und gerne verzichten können?

Ich hätte ja durchaus auf Catania verzichten können – eine wirkliche Sehenswürdigkeit ist das allerdings nicht. *g* Es gibt Sehenswürdigkeiten, die ich persönlich für eher überschätzt halte: Das Riesenrad im Prater etwa. Aber dass ich damit gefahren bin ist jetzt auch nicht so tragisch – drauf verzichten hätte ich können.

Markt in Catania

1 THING TO DO in Deutschland: Wo ist Deutschland für dich am schönsten?

Deutschland wird massiv unterschätzt, finde ich. Zumindest von uns Deutschen. Die Touristen rennen uns die Bude ein und wir fliegen sonst wohin und wissen manchmal gar nicht, wie schön es hier ist.
Es gibt unglaublich viele tolle Ecken. Franken finde ich herrlich – v.a. die Fränkische Schweiz und die Hassberge. Das Seenland südlich von München ist landschaftlich auch ein Traum. Letztes Jahr war ich in Thüringen und Hessen unterwegs und war schwer begeistert.
Aber wenn ich mich jetzt wieder auf eines festlegen muss: Das Moseltal! Dort habe ich 2005 mit Sabine eine Radtour gemacht, von Trier bis Koblenz. Und wir waren beide total begeistert. 🙂

Planst du deine Reisen im Vorfeld detailliert, oder lässt du dich vor Ort einfach treiben?

Beides. Kommt auch stark drauf an, wo es hingeht. Bei Städtereisen wird schon genauer überlegt, was ich unbedingt sehen will, z.B. in Rom oder London. Da ist man meist nicht sehr lang, aber es gibt so viel zu sehen. Aber trotzdem bleibt immer Zeit, zum Bummeln und Erkunden.
Ich plane schon Vieles, aber oft nicht bis ins Detail. Die Planung lautet dann manchmal: „Und einen Tag müssen wir UNBEDINGT nach XY fahren und dort rumschlendern“

Couchsurfing: Deine Einstellung, deine Erfahrungen, deine Meinung?

Noch nie gemacht und brauch ich auch nicht unbedingt. Vielleicht mach ichs mal, vielleicht auch nicht.

Hotel oder Airbnb?

Eigentlich mag ich am liebsten kleine, privat geführte Pensionen und B&B. Bei meiner ersten Airbnb-Erfahrung war ich am Ende ja dann auch in einem „normalen“ B&B.

Hamburg oder Berlin?

Ich habe zu wenig Erfahrung mit Hamburg, um hier eine gerechte Entscheidung zu fällen. Berlin finde ich super, Hamburg kenne ich eigentlich kaum. Also würde ich, wenn es zur Wahl stünde, wohl nach HH fahren, um es kennen zu lernen.

Wohin führte dich deine allererste Reise?

??? Ich habe keine Ahnung. Wirklich nicht. Eine meiner ersten Reisen ging sicherlich an die Nordsee – denn es gibt immerhin schon Bilder von mir als Vierjährige aus dem Wattenmeer. Aber ob das die allererste Reise war? Keine Ahnung…

Wohin führte dich deine erste Reise ohne Eltern?

Die habe ich sicher mit meinen Großeltern gemacht – als Kind in den Frankenwald, glaube ich. Aber das ist rekonstruiert, keine wirkliche Erinnerung an meine „erste Reise ohne Eltern“.
Meine erste Reise alleine bzw. mit Freunden kann ich gar nicht sagen. Ehrlich – ich weiß es nicht. Das kann ich nicht mal rekonstruieren… dürfte nach dem Abitur gewesen sein.

Wohin führte dich deine letzte Reise?

Mit dem Fahrrad durch die Normandie – von Rouen bis zum Mont St. Michel.

Camembert

Wohin führt dich deine nächste Reise?

An die Amalfiküste, auf Capri und an den Golf von Neapel


 

Genug von mir!
Ich habe versprochen, niemanden zu nominieren, aber empfehlen werde ich natürlich dennoch. Es gibt einfach ein paar Blogs, die ich immer wieder gerne mal lese und wo ich regelmäßig vorbeischaue:

https://paleica.wordpress.com/

Ein privater Blog, der viel persönliches enthält, auch über Reisen berichtet und Gedankenspielereien und Fotoprojekte bringt. Schwerpunkt liegt aber eindeutig auf der Fotografie, Christinas großem Hobby (wofür sie auch ein großes Talent hat, wenn ich das mal so sagen darf!)

https://ullakeienburg.wordpress.com/

Ein Bild und ein Zitat pro Beitrag und schon hat man immer etwas Schönes zum Schauen, Schwelgen und Nachdenken.

https://125tel.wordpress.com/

Schöne Streetphotographie!

https://orteundmenschen.wordpress.com/

Schöne Texte zu schönen Bildern. Die Texte haben oft etwas Märchenhaftes, immer Erzählerisches. Gefällt mir 🙂

http://waldspaziergang.org/

Ach, allein der Titel des Blogs ist so schön 🙂 Berit ist gerne draußen in der Natur unterwegs – und darum dreht sich auch ihr Blog. „Draußen“ sein – nicht nur daheim, sondern auch auf Reisen.

http://danielamohr.com/mohrblog/

Daniela ist wie sie ist und schreibt wie sie schreibt, immer unterhaltsam, immer authentisch über die kleinen und großen Dinge des Lebens und Alltags.

http://www.reiseaufnahmen.de/

Tanja von Reiseaufnahmen arbeitet Vollzeit und findet das auch gut so. Kein Gerede vom Ausbrechen aus dem Hamsterrad, sondern ehrliche Artikel darüber, wie man trotz Vollzeitanstellung viel und intensiv reisen kann.

http://findinghummingbirds.de/

Ähnlich ist das bei Janine von Findinghummingbirds.de – bei ihr liegt ein Schwerpunkt übrigens auf Irland, wo sie eine Weile gelebt hat

https://reisekladde.wordpress.com/

Ebenso wie die Bilderbummler Andy und Miri ist auch Sabine mit Hund unterwegs und berichtet über diese Reisen auf ihrem Blog.

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8 Gedanken zu “Zweimal elf Fragen und allerhand Plaudereien aus dem Nähkästchen

  1. ganz lieben dank für die lieben worte am schluss über meinen blog ❤ ansonsten: interessante fragen, interessante antworten. einiges wusste ich ja schon 🙂 wie toll, amalfiküste! darum beneide ich dich sehr, das steht auch auf meiner bucket list. aber ich darf mich gar nicht beschweren, bei mir gehts dieses wochenende nach venedig und damit sollte die schlimmste italiensehnsucht ein klein wenig gestillt sein 🙂

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  2. Liebe Ilona,

    Glückwunsch zu – inzwischen – 201 Followern. 🙂

    Und du hast Recht Deutschland als Reiseland ist echt unterbewertet..dabei gibt es sooo viele schöne Landschaften bei uns.

    Nichts desto trotz geht es bei mir demnächst erstmal nach Stockholm..und daaaaann nach Sizilien. Endlich. Dann lerne ich auch mal Catania kennen. 😉 Die Erwartungen sind ja inzwischen nicht mehr hoch. Vielleicht kann es so ja doch überraschen. Hihi.

    Ganz lieben Dank fürs verlinken! 🙂

    Liebe Grüße Janine!

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    • haha, landest Du in Catania? Ich würde mich irrsinnig über einen Erfahrungsbericht freuen 😀 Gerne auch als kleinen Gastbeitrag auf dem Blog. Bin gespannt, wie es sich seither verändert hat. Mein Besuch ist ja nun schon eine Weile her.

      Aber bei mir gehts auch erst mal weiter weg: Erst nach Italien, dann nach Cuba 😉

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  3. Jaa..wir landen in Catania. 😀 Ich bin schon echt gespannt. Und einen kleinen Gastbeitrag schreibe ich dir gerne.
    Wo fährst du hin in Italien?
    Und Cuba? Ach wie cool. Da dann etwas länger oder? Das wird bestimmt auch richtig schön.
    Wir planen unsere nächste lange und weitere Reise nach Afrika. Botswana und Südafrika. Ich bin schon jetzt total in Vorfreude. Dabei haben wir noch gar nichts gebucht. Haha. Erstmal Urlaub einreichen…

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    • Ach ja, Afrika steht bei mir auch noch an… ich liebäugle aber eher mit der Serengeti und dem Kilimandjaro. 🙂

      Aber erst Cuba. Leider nicht so lange, wie ich gerne würde, aber immerhin 😉

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