Lieblingsorte in Wien – (Wahl-)Wiener verraten ihre liebsten Ecken

Das Wort „Insidertipp“ wird auf Reiseblogs ja fast schon inflationär verwendet. Über jeden Ort, jedes Land werden „Geheimtipps“ oder „Insiderinformationen“ weitergegeben. Dabei gibt es doch immer nur relativ wenige Insider: Und das sind die Menschen, die an einem Ort leben oder gelebt haben.
In den fast sechs Jahren, die ich in Wien verbracht habe, durfte ich eine Menge spannender Menschen kennen lernen. Einige davon habe ich gefragt, welche von den vielen wunderschönen Ecken in der österreichischen Hauptstadt ihr ganz spezieller Lieblingsplatz ist.

Seid gespannt auf ihre Antworten – und Tipps zu Orten, von denen ihr sicher z.T. noch nicht gehört hattet.
Falls ihr wissen wollt, wo Wiener gerne Essen gehen, dann schaut mal hier vorbei. Hier findet ihr eine Menge Restauranttipps für Wien – von urig Wienerisch bis exotisch ist alles dabei.

am Donaukanal

am Donaukanal

Aris, 36, mag es mystisch

Aris Auf den Spuren mystischer Fabelwesen…

Schöne Altstädte gibt es ja viele. Doch was eine Stadt wirklich einzigartig macht sind ihre Legenden und Mythen. Auf einer abgelegenen Nebengasse in Wiens Altstadt – der Schönlaterngasse – steht noch heute das Basiliskenhaus. Die Legende will es, dass im Hof einer Bäckerei dort ein Brunnen stand, in dem eine junge Magd einst einem scheußlichen Fabelwesen begegnete. Erst durch eine List des Bäckergesellen gelang die Rettung. Er hielt dem Basilisken einen Spiegel vor, wonach dieser sich durch seinen bösen Blick sodann selbst versteinerte. Eine wunderschöne Innschrift zeugt von dem Ereignis.

Erst solche Legenden erwecken eine Stadt zum Leben. Es hilft, dass die Gasse, auf der das Haus steht, romantisch und verwinkelt im alten Universitätsviertel liegt. Auch zwei meiner liebsten Lokale sind gleich in der Nähe (das Café Alt-Wien und das Specht). Jedes Mal, wenn ich Besucher durch die Altstadt führe, krame ich solche Geschichten vor. Auch mir dienten sie stets dazu, mir Wien näher zu bringen und mich heimisch zu fühlen.

Aris, 36, lebt sein 5 Jahren in Wien

Aris_Basiliskenhaus


Christina, 28, liebt es klassisch

paleicaMein Lieblingsplatz in Wien ist…

Nach langem Hin- und Herüberlegen eigentlich doch eindeutig: Schönbrunn! Denn die ehemalige Kaisersommerresidenz kann alles: Architektur, Kultur, Natur und überhaupt ur ur (toll sein) und außerdem Erholung. Die riesige Parkanlage lädt zum Herumstreifen, Fotografieren und Sitzenbleiben ein und der Blick sowohl in die eine Richtung – aufs Schloss und über die Stadt – als auch in die andere Richtung – Gloriette – „never gets old“.

Ich liebe Schönbrunn morgens und abends, wenn es in weiches oder goldenes Licht getaucht ist. Ich liebe Schönbrunn bei Schnee, wenn die Zeit stillsteht und nur einige quakende zurückgebliebene Enten daran erinnern, dass es hier sonst sehr lebhaft zugeht. Ich liebe Schönbrunn zu Weihnachten, wenn der Christkindlmarkt seine Pforten öffnet und das Schloss herrlich beleuchtet ist. Im Frühling, wenn die Bäume blühen und im Herbst, wenn die Blätter bunt sind. Und im Sommer sowieso.

Bei Regen, Schnee und Sonnenschein – Schönbrunn ist immer einen Besuch wert und bleibt imposant, egal wie oft man es gesehen hat.

Christina, gebürtige Wienerin, ist nach 24 Jahren Niederösterreich auf unbestimmte Zeit in die Hauptstadt zurückgekehrt und genießt die Vorzüge einer provinziellen Großstadt.

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Alexander, 32, geht baden

Noch in den 1990er-Jahren wurde in der legendären TV-Serie „Kaisermühlen Blues“ der 22. Bezirk in Wien als sozialistischer Randbezirk verlacht. Nach dem Bau- und Wohnpreisboom der letzten Jahre hat sich das geändert: Kein anderer Bezirk Wiens hat so viele Grün- und Erholungsflächen und wurde so modern verbaut. Im Wiener Strandbad Gänsehäufel, einer Insel inmitten der Alten Donau, ist die Zeit aber stehengeblieben. Man meint noch Ernst Hinterberger, den Autor von „Mundl“ und eben des liebevoll genannte „Blues“, vor seiner Kabane sitzen zu sehen. Anschauungsmaterial hatte er wohl genug, an Wiener Originalen fehlt es im größten Wiener Freiluftbad nicht.

Das Eiland teilt sich in den Südteil, wo jugendliche Halbstarke und Jungfamilien in Jesolo-artiger Dichte auf den Liegewiesen schmoren, um dem Wellenbecken und der Wasserrutsche nahe zu sein. Freilich, allesamt Tageskartenbesitzer, über die der passionierte Gänsehäufler schon mal verächtlich von seiner Kabane (= Betongebäude verschiedener Größen mit kleinem Raum zu Unterstellung der notwendigen Badeutensilien) aus im Nordteil die Nase rümpft. Hier steigt der Altersschnitt astronomisch an und die tief sonnengebräunte Haut lässt keinen Zweifel: Hier sind jene Besucher, die jeden Tag während der viermonatigen Öffnungszeit nutzen, um im ‚Häufel‘ ihre Zeit in Liegebetten zu verbringen. Hier wird Karten gespielt, zu Mittag auf einen Tagesteller im Restaurant Weststrand gegangen, zweimal in der Donau geschwommen und Krone oder Illustrierte gelesen. Das sozialistische Projekt (Gründung 1907), das auch dem Arbeiter für wenig Geld am Wochenende Erholung bieten wollte, hat sich bislang der postmodernen Kommerzialisierung verwehrt: Was der Wiener Ballermann hätte werden können, schließt brav um 20:00 Uhr sein Pforten. Und das ist gut so!

Alexander, 32, stammt gebürtig aus Wien

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Marlene, 31, macht urbanen Urlaub

Marlene_PortraitInmitten des heutigen Hauptarmes der Donau erstreckt sich eine 21,1 km lange Insel, die erst in den 1970ern entstand – aus Aushubmaterial, das vom Graben des Entlastungsgerinnes Neue Donau übrig blieb. Resteverwertung sozusagen. Damals hatte wahrscheinlich niemand geahnt, dass diese Insel einmal das liebste Freizeitparadies der Wiener werden würde. Radfahren, Joggen, (gratis!) Schwimmen, Hunde spazieren führen, in einer der Strandbars südliches Flair und einen Moment lang Urlaubsstimmung genießen – all das macht die Insel so beliebt, dass sich vor allem im Sommer große Teile der Wiener Bevölkerung dorthin verlagern.

Ich selbst hatte das Glück, ein paar Jahre mit direktem Blick auf die Insel zu wohnen, und nur eine Donaubrückenquerung von ihr entfernt. Zu Zeiten des Donauinselfestes (jährlich stattfindendes riesiges Outdoorfestival auf der Insel mit gratis Konzerten und 3 Millionen Besuchern) konnte ich so aus meinem Schlafzimmerfenster Pop-Konzerte mitverfolgen, und generell wurden die Donauinsel und sämtliche erreichbare Donauufer in dieser Zeit mein erweiterter Garten. Besonders toll: in der Sonne sitzen und den Ausblick von der Liegewiese auf Wiens Skyline (Donauplatte mit UNO City; Millennium Tower) genießen, nur um sich dann hinzulegen und nichts mehr zu sehen als Grün und nichts mehr zu hören als Flussrauschen und entferntes Geplauder anderer Inselbevölkerer. Perfekte Kombination von Urbanem und Urlaub.

Marlene, 31, wohnt seit 13 Jahren in Wien und hat ihre Liebe zur österreichischen Hauptstadt inzwischen zum Beruf gemacht.

Marlene_Donauinsel


Martin, 28, lässt die Großstadt hinter sich

MartinDen Großstadtdschungel hinter sich lassen und sich in den natürlichen Dschungel begeben. Das schafft Wien und lockt vor allem an Wochenenden unzählige Menschen in den Wienerwald. Wer dann an Plätzen wie dem Kahlenberg oder dem Hermannskogel Ruhe und Entspannung sucht, kann lange suchen. Doch es gibt einen wunderbaren Platz im Südwesten von Wien, der, obwohl an einem Stadtwanderweg gelegen, selten von Menschen aufgesucht wird. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist dieser Ort nur erschwert erreichbar, ein relativ langer Fußmarsch ist dafür erforderlich. Auch mit dem Automobil ist dieser Platz nicht direkt anzutreffen.
Auf einer Erkundungstour für mein Stadtwanderwege-Buch habe ich das erste Mal diesen besonderen Ort betreten, musste sofort den Rucksack abwerfen und habe hier den Nachmittag vergehen lassen. Die einzigartige Ruhe, der wunderbare Ausblick auf den Wienerwald und den Lainzer Tiergarten, der vor sich hinplätschernde Gütenbach, das saftige Grün der umliegenden Wiesen – auch das ist Wien. Ich rede von der Eichwiese im Gütenbachtal, eingebettet zwischen Dorotheerwald, Lainzer Tiergarten und Maurer Wald. Dieses kleine Naturparadies im 23. Bezirk hat es mir angetan und es kommt mir vor als wäre es gestern gewesen, dass ich die Bienen auf der Eichwiese beobachtet habe. Geeicht auf Natur – auf der Eichwiese.

Martin, 28, hat 1 ½ Jahre in Wien gewohnt, jetzt in Wiener Neustadt wohnhaft, besucht immer wieder gerne wandernd die Donaumetropole

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Elli, 28, liebt die Vielfalt

Elli

In einer derart vielfältigen Stadt wie Wien einen Lieblingsort zu definieren fällt mir schwer, denn viele Plätze verdienen diese Bezeichnung. Ein Ort, der sehr weit oben in meiner persönlichen Bestenliste rangiert, ist – wahrscheinlich wegen seiner Vielfalt – der Donaukanal.

Er erstreckt sich mitten im Herzen der Stadt von der Sternwarte Urania bis zum Hundertwasserfernwärmehaus und lässt urbanes Leben und natürliches Erholungsgebiet zum Klang des rauschenden Wasser ineinander fließen. Abends betrete ich den Kanal am Fuße der Sternwarte. Dort findet man sich zu beiden Seiten im Sommer von Lokalen umgeben, genauso von geselligen Runden, die gerade an lauen Sommerabenden essend und trinkend die Seele und Beine über den Betonrand zum Wasser hin baumeln lassen.

Weiter oben sehe ich Schiffe nach Bratislava ablegen und fast packt mich die Reiselust. Doch auch vom Ufer lässt sich der schwache Schiffsverkehr gut beobachten. Zum Feiern öffnen mir zu späterer Stunde das Flex und seine Konzertbühne oder auch die talentierten DJs in den anderen Strandlokalen die Ohren. Ja, Strandlokale. Richtiger Sand bringt meinen Zehen den Süden in die Stadt, wenn ich auf einem Liegestuhl Platz nehme. Ich nutze die Chance um die Graffitis zu bestaunen. Jedes Mal entdecke ich neue und bewundere die Farbenpracht und Kreativität. Daneben blühen die Sonnenblumen der urbanen Kleingärtner, und tragen die Natur in die städtische Umgebung.

Gerade am Morgen genieße ich das andere Ende des Donaukanals, der sich wunderbar mit dem Rad oder laufend erkunden lässt und sich als sportliches Erholungsgebiet präsentiert. Viele Bäume und Sträucher, die bis zum Wasser reichen, hüllen den Kanal im Frühjahr in Blütenstaubwolken, spenden im Sommer wichtigen Schatten und bedecken im Herbst den Kanal mit buntem Laub. Hier regiert die Natur, auch wenn viele Menschen versucht haben, mit Graffiti diesen Abschnitt noch bunter und ein wenig urbaner zu machen.

Elli, 28, lebt seit 10 Jahren in Wien

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Werner, 46, sucht Ruhe in der Stadt

wernerAls Autor von Wiener Gruselkrimis bevorzuge ich eigentlich die morbiden, unheimlichen Gegenden der Stadt, aber es gibt einen sehr hellen, energiereichen Ort, den ich schon seit über einem Jahrzehnt besuche. Immer dann, wenn ich einmal durchatmen musste, Ruhe brauchte oder einfach nur Natur genießen wollte, schwang ich mich auf mein Fahrrad oder spazierte einfach dorthin.

Das Ziel war ein unscheinbarer Steinkreis, der inmitten der Donauinsel, aber ein wenig abseits des Weges liegt. Bei dem Sonnenkreis handelt es sich jedoch nicht um ein jahrtausendaltes Wiener Stonehenge – so lange gibt es die Donauinsel in ihrer Form noch gar nicht – sondern wurde 1990 von Herbert Wimmer erbaut und ist eigentlich ein Astronomischer Kalender, bei dem man die Frühlings- und Herbst-Tag-Nachtgleiche, sowie die Sommer- und Wintersonnenwende beobachten kann. Der Sonnenkreis besteht aus mehreren Steinkreisen, in deren Zentrum ein gespaltener Opferstein zu finden ist.
Opferstein? Beginnt hier eine neue Gruselgeschichte? Ganz im Gegenteil, auf diesem Stein fand ich über die Jahre Teddybären, Kuschelhasen, Halbedelsteine, Räucherwerk und Kerzen. An diesem Ort treffen sich Menschen, um gemeinsam die Jahreskreise zu feiern (und ich darunter). Eine Freundin hat sogar eine keltische Göttinnenstatue am Rande des Kreises aufgestellt.
Der Ort hat aber einfach eine besondere Schwingung. Eine sehr friedliche. Einmal kam ich dorthin und ein junger Bursche spielte Didgeridoo. Meine Anwesenheit störte ihn gar nicht. Er war total in sich vertieft und eins mit der Welt.

Falls Sie nun neugierig geworden sind: Der Steinkreis befindet sich in Wien auf der Donauinsel zwischen Praterbrücke (U2) und Stadlauer Ostbahnbrücke (S-Bahn). Der Zugang liegt schon beinahe bei der Ostbahnbrücke. Schauen Sie doch einfach einem vorbei, um ein wenig Auszeit zu geniessen.

Werner, 46, lebt seit 13 Jahren in Wien und widmet sich in seiner Freizeit vor allem den Wiener Sagen und Legenden, die er als Grundlage für Gruselkrimis heranzieht.

Werner_SonnenkreisGesamt


 Larissa, 25, isst Kuchen am Bach

Larissa-2Ich bin sowohl eine Freundin zauberhafter Orte „in der Natur“, als auch eine Genießerin feinen Essens – deshalb will ich hier eine Kombination aus beidem vorstellen.

Folgt man im 23. Bezirk vom Liesinger Bahnhof aus dem Liesing-Bach nach Rodaun, bis man an die Willergasse stößt, findet man die exquisite Bio-Konditorei Hanauer auf der linken Seite – mit petite four aus den klassischen Torten, die man so in Wien kriegt (Schwarzwälder-Kirsch-Torte, Prinzesstorte und so). Zugegeben, durch den hohen Preis ist es ein besonderer Genuss, den ich mir eher selten gönne.

Verlässt man den Hanauer wieder und überquert die Willergasse, taucht man geradeaus in die biotopische Welt des Promenadenwegs am Liesing-Bach ein. Und wer vom Rad- und Spazierweg zum Bach mit seinen Inseln aus Kieselsteinen hinabsteigt, kann die waldartige Atmosphäre am kühlen Nass erleben, in der ich gerne Energie tanke. Auch mein kleiner Sohn lässt dort gerne Steinchen springen oder Lichterboote schwimmen.

Larissa, 25, lebt seit 5 Jahren in Wien.

Larissa


Katharina, 29, mags melancholisch

KathiMein Lieblingsplatz ist der Wiener Zentralfriedhof. Ich mag ihn deshalb sehr gerne, weil ich naturnah aufgewachsen bin und mich erst daran gewöhnen musste, wie es sich in einer relativ großen, dicht bebauten Stadt wohnt …und der Zentralfriedhof -er ist einer der größten Friedhöfe Europas- hat mir beim Eingewöhnen sehr geholfen.

Hier kann ich meinen Gedanken nachhängen, meine „Energieakkus“ aufladen, und stundenlang unbehelligt spazierengehen. Und obwohl Wien viele Parkanlagen besitzt, ist es nirgends im Frühling so grün und frisch und im Herbst so farbenfroh und gleichzeitig melancholisch, wie am Zentralfriedhof. Allein schon die kunstvoll gestalteten Grabsteine und die herrlich altmodisch formulierten Inschriften sind eine Freude! Er ist wie ein Tor zu einer vergangenen, vergessenen Welt, von der ich jedesmal ein Stückchen mehr entdecken darf. Für mich alleine, ohne Hektik, quasi Kurzurlaub ohne fortzufahren.

Und zum langsam wieder in die Gegenwart zurückzukommen empfehle ich danach Kaffee und Kuchen gegenüber Tor 1 im Schloß Concordia. Früher einmal prächtiger Repräsentationsbau eines bekannten Steinmetzmeisterbetriebs, heute ein „morbid-fantastisches k.u.k-Turmschlösschen mit Säulenhalle, kleinem Salon und Bibliothek“, so der Falter.

Katharina, 29, lebt seit 4 Jahren in Wien und ist übrigens die jüngste Modistin Österreichs.

Kathi-Zentralfriedhof


Ilona, 31, liebt Bücher

in MarokkoNatürlich muss auch ich meinen Lieblingsort vorstellen und wie alle anderen, die mir bei diesem Artikel geholfen haben, hatte auch ich Probleme, mich auf EINEN Lieblingsort in Wien festzulegen. Zu viele wunderschöne Ecken gibt es in dieser Stadt. Und doch gibt es einige, an die man sein Herz besonders verloren hat.

Für mich – als Fan von Büchern, als Fan von queer literature und als Fan von kleinen, inhabergeführten Buchhandlungen – ist das die Buchhandlung Löwenherz in der Berggasse. Ja, eben in der Gasse, in der Sigmund Freud auch seine Praxis hatte und wo sich heute noch das Sigmund-Freud-Museum befindet.

Was diese kleine beschauliche Buchhandlung, die auf alles, was irgendwie queer ist, spezialisiert ist, so besonders macht, ist die Leidenschaft, mit der Veit und Jürgen ihre Kunden beraten. Ich kam bisher noch jedes Mal mit neuen Büchern heraus – und mit einer Liste im Kopf von Büchern, die ich auch noch lesen möchte.
Aber nicht nur die, die sich für queer literature und queer cinema interessieren sind hier gut aufgehoben. Ich habe auch für Freunde oder meine Mutter dort oft Geschenke gekauft. Auch dabei wurde ich immer hervorragend beraten.
Deshalb meine Empfehlung: Geht stöbern! Und wenn ihr ähnlich leidenschaftliche Buchhändler in eurer Umgebung habt: Unterstützt sie doch mit Bücherkäufen. Solche Leidenschaft werdet ihr bei Amazon und Co wohl kaum finden.

Ilona, 31, verbrachte während ihres Studiums ein Jahr in Wien und kehrte nach dem Uni-Abschluss für weitere 4,5 Jahre zurück. Übrigens empfiehlt sie die Buchhandlung Löwenherz aus purer Überzeugung und ohne jegliche Gegenleistung!

(c) Buchhandlung Löwenherz

(c) Buchhandlung Löwenherz



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15 Gedanken zu “Lieblingsorte in Wien – (Wahl-)Wiener verraten ihre liebsten Ecken

  1. super schön geworden, der artikel. donaukanal, lainzer tiergarten und zentralfriedhof mag ich auch total gern und waren alle drei in der engeren auswahl 🙂 die „andere“ seite der donau kenne ich hingegen bis heute praktisch gar nicht. es gibt immer wieder neues zu entdecken 🙂

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  2. Die Alte Donau ist mein absoluter Tipp, nirgendwo sonst kann man so gut abschalten und das mehr oder weniger mitten in der Stadt. Jedesmal begeisert bin ich auch von den Steinhofgründen, aber die liegen leider so absolut nicht in meiner Nähe…

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    • Hallo Gudrun, Danke für deinen Lieblingsort 🙂
      Ja, die Alte Donau, dort bin ich im Sommer oft schwimmen gewesen. Und die Steinhofgründe – dort haben wir herrliche Kräuterwanderungen und Picknicks gemacht.
      Ich war – da es nicht weit von mir war – oft im Laaer Wald, habe dort irgendwo im Verborgenen meine Hängematte aufgehängt und die Seele baumeln lassen 🙂

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  3. Was für tolle Tipps für Wien! Da ist einiges dabei, was ich mir für unsere künftigen Wien-Besuche vormerke: am besten gefallen hat mir das Basiliskenhaus, aber auch der Wiener Zentralfriedhof klingt sehr spannend. Und an Schönbrunn sind wir bisher auch nur vorbeigefahren. Es gibt also noch viel zu tun in Wien.

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  9. Bis auf den Friedhof habe ich mir alles aufgeschrieben – ich mag nämlcih nächstes Jahr nach Wien 🙂 Oder nach Rom – leider kann ich zu diesem Zeitpunkt noch keine Entscheidung treffen, weil es viel zu schwer ist, zu entscheiden 😉 Aber ich sammel in meinem Büchlein reichlich Tipps.
    Liebe Grüße
    Maria

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