10 Dinge, die man in Florenz gesehen haben muss – Teil 2

Blick auf Floren
Weiter geht es mit den Dingen, die man in Florenz auf jeden Fall gesehen haben sollte!

Verlassen wir also nach der Überquerung des Ponte Vecchio nun vorerst das nördliche Arnoufer und begeben uns nach Oltrarno – in das Gebiet jenseits des Arno. Hier die zweiten fünf Highlights der Arnostadt.

Teil 1 findet ihr hier. Und wer sich lieber abseits der Touristenströme bewegt, der findet dazu hier viele Tipps. Ihr seid noch auf der Suche nach einem Hotel? Schaut mal hier vorbei!*)

6) Palazzo Pitti und Giardino di Boboli

Das Stendhal-Syndrom wird sich inzwischen bei dem ein oder anderen bemerkbar machen. Das Gewusel in den Straßen sowie das völlige Fehlen von Grün in der Florentiner Innenstadt tut sein Übriges.
Zum Glück ist es vom Ponte Vecchio zum bereits erwähnten Palazzo Pitti nicht mehr weit, dem „neuen Palast“ der Medici, der hinter seiner ehrfurchteinflößenden Fassade ein grünes Paradies verbirgt: Die Boboli-Gärten.

Natürlich muss der Genuss von Grün hier teuer bezahlt werden, belohnt wird man aber mit einer weitläufigen Gartenanlage voller Brunnen, Statuen, Pavillons und Grotten.
Die Ausstellungen im Palazzo Pitti sowie der Eintritt in den Giardino di Boboli sind in der Karte „Amici degli Uffizi“ beihaltet.
Achtung! Offensichtlich haben sich die Bedingungen der Amici degli Uffizi-Karte inzwischen geändert und sie beinhaltet nicht mehr den Gratisbesuch so vieler Museen wie zuvor. Giardino di Boboli und Palazzo Pitti sind aber nach wie vor inkludiert.
Ob sich die Karte für euch trotzdem lohnt, müsst ihr selbst nachlesen!

Giardino di Boboli2

7) Piazzale Michelangelo

Blick auf FlorenDer Besuch des Piazzale Michelangelo erfordert ein bisschen Beinarbeit, doch die Anstrengung lohnt sich bei jeder Tages- und Nachtzeit: Der Ausblick über Florenz ist unvergleichlich!

Wer nicht so gut zu Fuß ist (das kann nach einem Tag in Florenz schon mal passieren), der kann mit den Buslinien 12 und 13 zum Piazzale Michelangelo fahren.
Allerdings rentiert sich auch der Aufstieg meiner Meinung nach. Am Fuße der Hügels findet man auch das ein oder andere nette Lokal.

florenz-Ansicht

Blick auf Florenz vom Piazzale Michelangelo

 Lesetipp:

Ulrike von Zypresse unterwegs widmet sich in einem Beitrag zu meiner Florenz-Blogparade ihrem Lieblingsort in der Stadt, nämlich dem Piazzale Michelangelo.

8) Der David des Michelangelo

DavidEs gibt drei Möglichkeiten, den berühmten David von Michelangelo zu Gesicht zu bekommen: Je eine Kopie steht auf der Piazza della Signoria und auf dem Piazzale Michelangelo.
Das Original befindet sich in der Galleria dell‘ Accademia (auch dieses Museum kann mit der Karte „Amici degli Uffizi“ besucht werden). Die Gallerie wird in erster Linie von denen besucht, die entweder gar nicht genug von Museen bekommen können oder aber die mit den David-Kopien nicht Vorlieb nehmen wollen.
Für den durchschnittlich kunstinteressierten Florenzbesucher werden die Kopien durchaus genügen, es ist aber unbestreitbar ein besonderes Erlebnis, das gute Stück einmal von allen Seiten genau betrachten zu können.

Gesehen sollte man zumindest einen David haben.

9) Cappelle Medicee

Wer an Florenz denkt, denkt an die Medici. Und wenn man schon mal da ist, dann sollte man auch ihre Grablege besuchen. Viel Pracht und Prunk erwartend steht man erst einmal verwirrt vor San Lorenzo, einer Kirche ohne Fassade. Aus irgendeinem Grund haben es die Florentiner früher mit den Kirchenfassaden nicht so genau genommen. Während die Fassaden des Duomo und Santa Croces erst Jahrhunderte später hinzugefügt wurden, fehlt die Fassade von San Lorenzo bis heute.
Der Eingang zu den Medici-Kapellen (Cappelle Medicee) befindet sich auch nicht in San Lorenzo sondern auf der Rückseite, an der Piazza Madonna degli Aldobrandini. In der Fürstenkapelle (Cappella dei Principi) findet man dann auch die erwartete Pracht, auch wenn Peterich das Ganze etwas spöttisch als „wahres geologisches Museum, das uns aber künstlerisch nur geringe Befriedigung gewährt“ bezeichnet und hinzufügt: „Künstlerisch zeigt uns die Kapelle wieder einmal, wie unbegabt die Florentiner für das Barock waren.“
In der anschließenden weitaus schlichteren, ja nüchternen, sogenannten neuen Sakristei – die allerdings keine Sakristei ist sondern eine Grablege – ruhen zwei weitere Medici-Sprösslinge in Grabmälern von Michelangelos Hand.

Der Kreuzgang von San Lorenzo ist übrigens ein herrlicher Ort der Ruhe und damit durchaus einen Abstecher wert.

chiostro san lorenzo

10) Il Porcellino

Ich war das erste Mal mit der Schule in Florenz. Später dann einen ganzen Monat lang und habe bei einem nachfolgenden zweiwöchigen Besuch einiges nachgeholt, was ich zuvor nicht geschafft hatte. Dennoch habe ich noch lange nicht alles gesehen, was es in Florenz zu sehen gibt (z.B. war ich noch immer nicht in der Synagoge!). In der Masse der kulturellen Reichtümer ist maches auch gar nicht so bei mir hängen geblieben, wie es das verdient hätte. Gerade beim Schreiben der Blogartikel über Florenz habe ich das gemerkt.
Deshalb empfiehlt es sich – egal wie lange man in Florenz ist – dem Porcellino, dem „Schweinchen“, einen Besuch abzustatten und dem Tierchen über die Schnauze zu streicheln. Das bedeutet nämlich, dass man nach Florenz zurückkehren wird.

(leider habe ich kein Foto des Porcellino, da ein Teil meiner Toskanabilder verloren gegangen ist – darunter auch das des Schweinchens 😦 )

Allen, die jetzt verzagen wollen, sei gesagt: Alle hier vorgestellten Sehenswürdigkeiten schafft man locker in einigen Tagen. Da alles recht nahe beieinander liegt, wird auch noch Zeit für den ein oder anderen meiner persönlichen, vielleicht weniger bekannten, Tipps für Florenz bleiben, die ich euch hier vorstelle.

Lesertipp:

Das beste ist wirklich die Größe der Stadt. Alles ist bequem zu Fuß zu erreichen.
Dem Palazzo Medici Riccardi könnte man auch noch einen Besuch abstatten und besonders gutes Essen gibt es in der Trattoria da Tito oder im Ristorante dei Frescobaldi.
(von Nils)

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Mehr Tipps für euren Florenz-Trip?

Noch immer Lust auf Italien?


Neben dem Reiseführer des ADAC (meine Ausgabe stammt von 2009) und des Dumont Kunstreiseführers (4. Aufl. von 2001), habe ich auch einen Italienreiseführer von 1958 verwendet und ein paar Mal daraus zitiert, nämlich:
Peterich, Eckart: Italien. Ein Führer. Erster Bd.: Oberitalien, Toskana, Umbrien, München 1958.

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9 Gedanken zu “10 Dinge, die man in Florenz gesehen haben muss – Teil 2

  1. Florenz ist eine wirklich tolle Stadt. Ich war letztes Jahr im Dezember da und bin wirklich begeistert. Das beste ist wirklich die Größe der Stadt. Alles ist bequem zu Fuß zu erreichen.
    Dem Palazzo Medici Riccardi könnte man auch noch einen Besuch abstatten und besonders gutes Essen gibt es in der Trattoria da Tito oder im Ristorante dei Frescobaldi.

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    • Super, danke für die Tipps 🙂
      (Falls Du darüber gebloggt hast – oder bloggen willst – darfst Du den Artikel gerne mit meiner Parade verlinken 😉 Oder einfach so in die Kommentare einfügen.)

      Ich war damals gerade mit dem Studium fertig. Von daher war ich beim Thema Restaurantbesuche sehr sparsam unterwegs… Ich muss dringend noch mal hin und mich durchkosten 😉

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