Zitat – „in Berlin nennt man das einen Nervenanfall“

Stendhal

Das sogenannte Stendhal-Syndrom, auch Florenz-Syndrom oder Hyperkulturemia genannt, verdankt seinen Namen dem französischen Autor Marie-Henri Beyle – besser bekannt unter seinem Pseudonym: Stendhal.

Gemeint ist damit eine kulturelle Reizüberflutung, die zu Panikattacken, Wahrnehmungsstörungen, Erschöpfungszuständen etc. führt.
Der Name wurde in Anlehnung an Stendhals Zitat von einer italienischen Ärztin eingeführt. Als Leiterin der psychologischen Abteilung eines florentiner Krankenhauses fielen Graziella Magherini einander ähnelnde Zustände unter ausländischen Touristen auf.

Ehrlich gesagt kenne ich ähnlich Symptome von fast allen meiner Reisen. Na gut, Panikattacken gehörten noch nicht dazu, aber „bis zum Äußersten erschöpft“ war ich schon häufiger und zuweilen „fürchtete [ich auch] umzufallen“. Selbst wenn ich nach einigen Stunden ein großes Museum verlasse, befinde ich mich in diesem Zustand: Die Reizüberflutung reduziert meine Wahrnehmung ab einem gewissen Punkt auf das Wesentliche und der einzige Gedanke, der mir dann noch im Kopf herumschwirrt, ist für gewöhnlich: ESSEN! JETZT!
Erst dann bin ich wieder aufnahmefähig.

Allerdings schiebe ich es auch auf die Reizüberflutung (ob nun kultureller Art oder nicht), dass ich im Urlaub so gut wie immer hervorragend schlafe! Und zwar meist schon um 21 Uhr. Körper und Geist brauchen einfach Erholung, um die vielen Eindrücke verarbeiten zu  können.

Wie ist das bei euch? Kennt ihr ähnliche Symptome von euren Reisen?

 

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