„Liebster-Award…“

liebster-awardIch wurde von Lisa von Travelisi für den „Liebster Award…“ nominiert.

Ja, ungefähr so wie ihr wohl gerade, habe ich auch geschaut: Was ist denn der „Liebster Award…“?

Sinn und Zweck des Ganzen ist es, noch eher unbekannte Blogs vorzustellen und weiterzuempfehlen und sich untereinander zu vernetzen. Bei einer Nominierung erhält man 11 Fragen, die man beantworten muss. Anschließend nominiert man 5 bis 11 weitere kleinere Blogger und stellt diesen ebenfalls wieder 11 Fragen.

Hier also zur Beantwortung meiner von Lisa gestellten Fragen:

1. Wie bist du zum Bloggen gekommen?

Aus der Not heraus könnte man sagen. Schon lange habe ich nach einer Möglichkeit gesucht, meine Bilder online schön präsentieren zu können. Mit dem Ergebnis, dass sie dann irgendwie überall ein bisschen verstreut waren, weil mich keine Seite lange fesselte.

Den Blog selbst habe ich dann ins Leben gerufen, als es mir gerade nicht so gut ging. Ich wohne derzeit (aus beruflichen Gründen) am Land, was mir als Stadtpflanze überhaupt nicht zusagt und Ende 2014 zu einem echten Landkoller geführt hat. Zwar bin ich dann häufiger am Wochenende weggefahren, aber jedes Mal, wenn ich zurückkam, fand ich das Landleben noch unerträglicher und langweiliger. Also habe ich beschlossen, mich einfach mal auf all die schönen Sachen und Reisen zu besinnen, die ich bereits hinter mir habe. Der Blog ist – wie das Reisen so oft auch – also eine gewisse Therapie für mich.

2. Was vermisst du am meisten, wenn du unterwegs bist?

Meine Freunde, zumindest wenn ich alleine unterwegs bin. Ich bin ein sehr sozialer Mensch und meine Freunde sind mir unglaublich wichtig. Zwar habe ich festgestellt, dass man nicht mit allen guten Freunden auch gut verreisen kann, aber dennoch würde ich mir wünschen, sie ab und an am Abend auf ein Bier treffen zu können oder sie beim Kaffee trinken in einer andern Stadt bei mir zu haben, um ihnen erzählen zu können, was ich den Tag über gesehen und erlebt habe.

3. Hast du dir auf einer Reise schon mal gewünscht, du wärst nicht aufgebrochen? Warum?

Wenn, dann nur kurz und vorübergehend. Es gibt Momente, da geht einfach alles schief. Gerade beim Radfahren gibt es so echte Tiefstpunkte, wo man gar nicht vorankommt und am liebsten das Rad einfach in den nächsten Graben schmeißen und den Zug nehmen will. Wenn es dann auch noch regnet wie aus Eimern, ist schlechte Laune vorprogrammiert. Trotz allem dauerte so Stimmung nie lange an und bei keiner einzigen Reise bereue ich, sie gemacht zu haben. Abgebrochen habe ich erst eine: Die erste Radtour am Kunigundenweg, die eine echte Katastrophe war. Aber auch hier habe ich eigentlich nie bereut, dass ich überhaupt aufgebrochen bin.

4. Welchen ungewöhnlichen Gegenstand nimmst du immer auf eine Reise mit?

Ich überlege die ganze Zeit, ob es einen ungewöhnlichen Gegenstand gibt, den ich immer dabei habe. Lediglich meine Halskette mit dem Kerykeion, dem Botenstab des Götterboten Hermes. Immerhin ist Hermes der Gott der Reisenden und mir damit besonders nahe. Die Kette trage ich allerdings auch im Alltag immer. Es hat also nichts konkret mit dem Reisen zu tun – und Halsketten sind auch nicht so ungewöhnlich.

Nicht immer, aber doch häufig, habe ich mein Stempelbuch dabei. Sabine und ich habe vor vielen Jahren begonnen, Wallfahrtswege abzufahren und uns dann am Ziel – nach guter Pilgermanier – einen Stempel zu holen. Inzwischen ist daraus eine ganz schöne Sammlung geworden. Aber ich habe das Buch natürlich nicht immer dabei,

5. Was möchtest du gerne einmal lernen?

Eine dritte Fremdsprache, nach Englisch und Italienisch. Ich konnte mich bisher nur noch nicht für eine entscheiden, obwohl ich schon in einige hineingeschnuppert habe.

Außerdem Aquarellieren und Zeichnen. Ich würde gerne auf Reisen Eindrücke mit dem Stift festhalten können.

6. Wenn du einen zweiten Blog starten würdest, worüber würdest du schreiben?

Über Bücher, so als Bibliothekarin. Oder über Queer Fiction und Queer Cinema, da ich mich für dieses Genre sehr interessiere und es oft sehr als „Nischengenre“ angesehen wird, obwohl man dort ein paar echte Perlen findet (cineastische wie literarische Perlen).

7. Was macht für dich Freiheit aus? Wie fühlt sie sich für dich an?

Eine gute Frage! Die richtige Frage für meinen Reiseblog, da reisen für mich ganz stark mit dem Gefühl von Freiheit verknüpft ist. Ich bin die Tochter einer sehr vorsichtigen und ängstlichen Mutter. Mich von diesen Ängsten zu befreien war wirklich auch die Erlangung von Freiheit. Das war harte Arbeit, aber das war es wert. Häufig habe ich immer noch Angst, bevor ich alleine aufbreche, aber ich lasse mich davon einfach nicht von meinen Ideen abbringen.

Für mich ist es sehr wichtig, mir die Freiheit zu bewahren, spontan verreisen zu können, sei es auch nur für ein Wochenende, wenn mir danach ist. Gerade wenn mir die Decke auf den Kopf fällt oder der Alltag zu viel wird, wirkt so ein Kurztrip Wunder und ich fühle mich dabei frei und glücklich. Udo Jürgens hat das ja so schön besungen in „Ich war noch niemals in New York“ und „Paris, einfach so nur zum Spaß“.

8. Was fotografierst du unterwegs am liebsten?

Was mir unterkommt. Meist sind es architektonische Details, Stadtansichten oder Landschaften. An Portraits probiere ich mich noch aus.

9. Welche Reise hat dich besonders geprägt und warum?

Florenz 2009. Ich war dort für einen Monat, um Italienisch zu lernen. Ich muss dazu sagen, dass mein Selbstbewusstsein in Bezug aufs Sprachenlernen wirklich sehr gering war. Ich war aus irgendeinem Grund der festen Überzeugung, absolut sprachunbegabt zu sein. Seit Jahren hatte ich immer wieder Italienischkurse belegt, die aber nie wirklich weiter führten und ich schwor mir: Wenn ich aus Florenz zurück käme und immer noch kein Italienisch sprechen könnte, dann würde ich das alles an den Nagel hängen und werde NIE WIEDER versuchen, eine Fremdsprache zu lernen.

Dementsprechend aufgeregt war ich, als ich nach Florenz kam. Zwar verstand ich, was die anderen sagten – zumindest so ungefähr – aber ich selbst konnte keinen Satz sagen. Nach zwei Wochen träumte ich auf Italienisch und am Ende verbrachte ich ganze Abende ins Gespräch vertieft, ohne einen Blick in mein Dizionario zu werfen. Ich war offenbar doch nicht so sprachunbegabt, wie ich gedacht hatte. Zudem habe ich meine Aufregung überwunden und bin alleine für einen Monat nach Florenz. Die ganze Reise hat meinem Selbstbewusstsein einen gewaltigen Auftrieb gegeben.

10. Was war die beeindruckendste Unterkunft, in der du je übernachtet hast?

Wohl die in Florenz. Wann sonst wohnt man in einer Wohnung mit Terrasse, in einem alten Palazzo fünf Gehminuten vom Ponte Vecchio und Palazzo Pitti entfernt? Und noch dazu war mein Nachbar ein begnadeter Pianist. Könnt ihr euch vorstellen, wie angenehm es ist, in einer italienischen Frühlingsnacht auf der Terrasse zu sitzen und dem Klavierspiel zu lauschen, das durch den Innenhof zu euch herüberweht?

11. Welche positiven Eigenschaften hätte ein Mensch, der das Gegenteil von dir ist?

Er wäre ausgeglichen und ruhig.

Danke an Lisa für die interessanten Fragen. Es hat Spaß gemacht, sie zu beantworten!

Nun ist es also an mir, weitere Blogger zu nominieren und Fragen zu stellen. Ich finde das gar nicht so leicht, denn eigentlich ist für mich als Blogger-Neuling so ziemlich jeder Blog neu und unbekannt. Deshalb nominiere ich einfach mal Blogs, in die ich in der letzten Zeit gerne hineingeschaut habe:

http://travelroads.de/

http://www.reiseaufnahmen.de

https://reisekladde.wordpress.com/

http://kleinplanet311.com

https://docugraphy.wordpress.com/

Meine Fragen:

  1. Fangen wir ganz einfach an: Gibt es eine Reise, die für dich aus den anderen Reisen heraussticht und einfach etwas Besonderes war? Wenn ja, welche und warum?
  2. Hattest du schon unschöne Zusammenstöße mit Einheimischen?
  3. Und die wirklich schönen, liebenswerten „Zusammenstöße“ mit Einheimischen? Erzähle eine davon!
  4. Was war deine abenteuerlichste Unterkunft?
  5. Wofür gibst Du auf Reisen das meiste Geld aus?
  6. Sind das frappant andere Dinge, als im Alltag?
  7. Welcher Reiseplan schwirrt – konkret oder eher vage – noch immer in deinem Hinterkopf herum?
  8. Wenn Du auswandern würdest – wohin? Und warum genau dorthin?
  9. Wie hast Du dir dein Leben vorgestellt, als Du ein Kind warst? Was wolltest Du werden oder tun?
  10. Im Urlaub: Langschläfer oder Frühaufsteher? Und im Alltag?
  11. Du gewinnst richtig viel Geld im Lotto – was tust du damit?

Spielregeln:

  • Verlinke bei der Beantwortung der dir gestellten Fragen auf den Blog, auf dem du nominiert wurdest.
  • Zeige an, dass diese Aktion zum Blogstöckchen „Liebster-Award“ gehört. Benutze dazu am besten das Avatarbild.
  • Formuliere selbst elf Fragen.
  • Nominiere zwischen fünf und elf relativ unbekannte Blogs und bitte sie, deine Fragen zu beantworten.
  • Informiere die nominierten Blogger über die Nominierung.
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4 Gedanken zu “„Liebster-Award…“

  1. Pingback: Auf ein Neues: Der Liebster Award | wandernd

  2. Pingback: 1 Jahr Reiseaufnahmen: Rückblick und Gewinnspiel - Reiseaufnahmen

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