Das Reisejahr – Rückblick und Ausblick

in Ait Benhaddou - November 2014

in Ait Benhaddou, Marokko

Der Jahreswechsel steht bevor – was könnte näher liegen, als das vergangene Reisejahr Revue passieren zu lassen und einen Ausblick auf das Kommende zu werfen?

An sich war das ein gutes Reisejahr: Ich habe ein langes Wochenende im wunderschönen Česky Krumlov verbracht. Reiste zehn Tage lang durch Mitteldeutschland (Fulda, Erfurt, Eisenach, Weimar), zum Konzert von Yusuf in Berlin, machte eine zwölftägige Rundreise durch Marokko und flog für ein paar Weihnachtseinkäufe nach London. (Ihr seht, ein paar Berichte stehen also noch aus). Und zu guter Letzt habe ich dann auch noch diesen Blog ins Leben gerufen – und tatsächlich schon ein paar Leser (Danke dafür, wie auch immer ihr mich so schnell gefunden habt! 🙂 ).

Und, was ich als Teil meiner „großen Lebens-Reise“ sehe – ich zog von Wien zurück nach Deutschland. Irgendwie ist auch das für mich eine „Reise“, auch wenn die Reiseetappen beim Herumziehen etwas länger ausfallen als beim Herumreisen und jeweils ein paar Jahre betragen. Viel besser kann man andere Gegenden ja eigentlich nicht kennen lernen, als dort eine Zeit lang zu leben – auch wenn es in der süddeutschen Pampa ist – und auch dort Neues zu entdecken. (Allerdings bin ich inzwischen auch schon der Meinung, dass ich diese Pampa ausreichend kennen gelernt habe – es darf gerne wieder etwas Neues kommen 😉 Mal sehen, was 2015 diesbezüglich bereithält. )

Wenn ich ans Reisejahr 2014 denke, werde ich aber auch ein bisschen wehmütig. Ursprünglich hatte ich geplant, mir einen meiner größten Reiseträume zu erfüllen: Ich wollte für mehrere Monate zu Fuß durch Italien reisen. Da ich zu Beginn des Jahres ohne Arbeit war und die Aussichten, bald einen neuen Job zu finden, schlecht standen, hatte ich mir vorgenommen: Sollte ich bis Ende März keine Stelle finden, würde ich meine Sachen packen und einfach ein paar Monate nach Italien gehen. Das war immer noch besser, als die Zeit abzusitzen und auf ein Wunder zu hoffen – und meinen Italienischkenntnissen würde es auch nicht schaden. Ich hatte alles geplant: Strecken und Übernachtungsmöglichkeiten herausgesucht, die Ausrüstung zusammengetragen und abgewogen, mit schwerem Rucksack trainiert… Doch das Schicksal wollte es anders – in den letzten Märztagen bekam ich die Zusage und statt durch Italien zog ich also (wieder mal) an die Donau. Ich weiß nicht, wie oft ich mir in diesem Jahr dachte: „Gerade wäre ich wohl irgendwo in der Toskana/ in der Nähe von Rom/ in Apulien“. Der Reisetraum ist noch nicht begraben – dafür habe ich ihn schon viel zu sehr in meinem Kopf ausgesponnen. Und dafür reizt mich diese Idee v.a. viel zu sehr.

Und was wird 2015 bringen?
Im nächsten Jahr wird aber erst einmal eine andere Idee in die Tat umgesetzt, die ich schon seit fast zehn Jahren mit mir herumtrage: Die Radtour mit Sabine durch die Normandie zum Mont St. Michel. 2005 hatten wir diese Idee, mit dem Fahrrad zum Mont St. Michel zu fahren. Das Problem war: Keine von uns hatte jemals mehrtägige Radtouren unternommen und wir wussten, dass wir dafür erst etwas trainieren mussten. Unser erstes Training war die katastrophale Kunigundenweg-Tour. Etliche weitere Radtouren folgten (Mosel, Donau, Rhein, Wien-Mariazell, eine kleine Frankenrundreise und unzählige Tagestouren). Der Mont St. Michel soll nun auch endlich folgen – im Jahr 2015, zu unserem zehnjährigen Jahrestag, wie wir gerne sagen.

Ansonsten wird es wohl auch endlich wieder einmal einen kurzen Abstecher in mein geliebtes Florenz geben, in dem ich nach meinem Studium einen Monat verbringen durfte. Und wenn ich dann noch genug Urlaubstage habe wird auch im Herbst noch eine Reise anstehen. Wohin? Das hängt ganz von meinem (Zeit)Budget ab. Am liebsten noch einmal „ganz weit weg“.

In diesem Sinne: Allen ein fröhliches, gesundes neues Jahr voll spannender Reisen!

Vielleicht sollten wir alle dem Kolumbianischen Silvesterbrauch folgen und um Mitternacht mit einem leeren Koffer um den Block rennen? Angeblich beschert einem das ein reisereiches Jahr!

Advertisements

2 Gedanken zu “Das Reisejahr – Rückblick und Ausblick

    • Ja, wir haben es auch gemacht. Wir sind aufgrund der Witterungsbedingungen (Glatteis!) zwar nicht gerannt, aber wir haben unsere leeren Fahrradtaschen um den Block getragen 😀 Jetzt kann ja alles nur gut gehen 😉 Gutes neues Jahr!

      Gefällt mir

Kommentar verfassen - gerne mit inhaltlich passenden Links!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s