„Explore your world and stay curious.“

Zufällig stieß ich auf diese „Life Lessons written by a 99-year-old man“ und eine dieser Life Lessons lautete:

Explore your world and stay curious

Das gefällt mir. Es muss nicht unbedingt bedeuten, dass man so viel wie möglich und so weit wie möglich reisen soll – und wahrscheinlich sollte es das auch gar nicht bedeuten. Es heißt nicht: Explore the world. Sondern: Explore your world. Deine eigene Welt, egal wie groß sie sein mag. Und bleibe dabei neugierig!

Nachdem ich von der Großstadt in ländlichere Gebiete gezogen bin, habe ich festgestellt, wie ’sesshaft‘ viele Menschen hier sind. Reisen? Ausflüge? Neues entdecken? Das scheint viele wenig bis gar nicht zu interessieren. Der Lebenshorizont ist sehr eng gesteckt. Ich verstand das nicht – und so sehr ich mich bemühe: ich verstehe es immer noch nicht – obwohl mir sehr bald klar war: Ich war ja auch kein wirklich „weit gereister“ Mensch. Die meisten meiner Reisen waren weder sehr weit noch sehr lang gewesen . Bis zu meinem 29. Lebensjahr hatte ich Europa noch nicht verlassen. Ich hatte viele Reisen in nächster Umgebung meines Wohnortes gemacht und hatte dabei einige meiner schönsten (und abenteuerlichsten) Reiseerlebnisse. Was war also der Unterschied?

Frühstück am Main bei einer Franken-Rundreise mit dem Rad 2009

Frühstück am Main bei einer Franken-Rundreise mit dem Rad 2009

Möglicherweise genau das, was der 99jährige Andy Anderson in diesem Satz sagt: Explore your world and stay curious. Man muss seine eigene Welt entdecken. Für manche ist ihre Welt aus den verschiedensten Gründen kleiner: Sei es aus finanziellen, wie es bei mir lange der Fall war, sei es aus gesundheitlichen Gründen etc. Aber egal, welche Möglichkeiten ich hatte – oder eben nicht hatte – ich habe immer versucht meine Welt zu erkunden und bin dabei neugierig geblieben. Neugierig auf den neuen Wohnort, neugierig auf das Umland, neugierig auf die nächste Stadt… Schließlich habe ich auch in der Großstadt Menschen kennen gelernt, die alles andere waren als neugierig auf das, was sie umgab. Die nichts kannten als die Ecken der Stadt, die sie täglich zu Gesicht bekamen. Für die „nach dem Neusiedlersee eine weiße Linie ist, hinter der die Eisbären wohnen“. Vielleicht macht einfach das den Unterschied? Dass man neugierig und offen bleibt – neugierig auf seine eigene Welt, deren Grenzen sich verengen oder erweitern können, je nach dem, was das Leben so bringt und bereithält. Und wahrscheinlich auch: Je nach dem, wie abenteuerlustig man ist.

Ich habe mir außerdem noch überlegt, welche Lebensweisheiten meine Großmutter mir mitgegeben hat. Also eine Lebensweisheit so kurz und bündig in einen knackigen Satz gepackt. Eine fiel mir sofort ein, da ich oft daran denke. Als ich noch in Wien lebte, erzählte ich ihr einmal am Telefon von meinen letzten Theaterbesuchen, woraufhin sie sagte:

Lasse niemals eine Chance aus, zu reisen oder ins Theater zu gehen.

Sehr wahr…

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